Veranstaltungskalender
< Mai 2012 >
Mo Di Mi Do Fr Sa So
  1 2 3 4 5 6
7 8 9 10 11 12 13
14 15 16 17 18 19 20
21 22 23 24 25 26 27
28 29 30 31      

Stadtgeschichtliches Museum der Hansestadt Wismar
Ausstellungsgebäude
Schabbellhaus
Schweinsbrücke 8
D- 23966 Wismar

Zurzeit wegen Sanierung geschlossen.
Postanschrift
Beguinenstraße 4
D- 23966 Wismar
Tel: 0 38 41/22 43 110
Fax: 0 38 41/22 43 120
museum@wismar.de

Ausstellungsarchiv

Unser Archiv wird nach und nach ausgebaut. Sie finden hier eine Auswahl der vergangenen Ausstellungen.
Wismarer Geschichte(n) von Störtebeker bis Dornier
(bis 11.04.2010)

Viele Mythen sind über den legendären Seeräuber Klaus Störtebeker bekannt – doch in Wismar sind seine Spuren sicher nachzuweisen: Im Wismarer Gerichtsbuch ist er erstmals namentlich erwähnt. Der Ausstellungsabschnitt zum mittelalterlichen Wismar zeigt, in was für einer Stadt Störtebeker lebte, womit die Kaufleute ihr Geld verdienten, welche Spuren die Wismarer hinterließen.

„Der Stadt Nahrung beruht auf dem Brauwerk“, schrieb der Wismarer Rat 1587. Prächtige Gebäude und deren wertvolles Inventar zeugen heute noch vom Reichtum der Wismarer Bürger im 16. Jahrhundert. Renaissance und Reformation sorgten für tiefgreifende Umbrüche in der städtischen Gesellschaft. Hinter der prachtvollen Fassade bürgerlichen Wohlstandes gewann der mecklenburgische Herzog als Landesfürst mehr und mehr Einfluss auf das Schicksal Wismars.

Mit dem Einzug schwedischer Truppen 1632 begann die Wismarer Schwedenzeit. Als schwedische Besitzung wurde Wismar im 17./18. Jahrhundert immer wieder in die Auseinandersetzungen zwischen Schweden, Dänemark und den deutschen Ländern einbezogen. Schweden baute die Stadt zu einer der stärksten Festungen in Nordeuropa aus. Im zivilen Leben veränderte vor allem die Einrichtung des Königlich Hohen Tribunals die Stadt. Die zahlreichen Unterlagen dieses internationalen Gerichts liefern heute wertvolles Material zur Wirtschafts-, Sozial- und Kulturgeschichte Wismars.

Der Malmöer Pfandvertrag von 1803 regelte die Rückgabe Wismars von Schweden an Mecklenburg, erst seit 1903 gehört die Stadt wieder uneingeschränkt zu Mecklenburg. Ob Bahnanschluss oder Theaterbau, Fritz-Reuter-Ehrung oder Museumsgründung: Augenzeuge und Mitgestalter des städtischen Lebens im 19. Jahrhundert innerhalb der Stadtmauern war der Wismarer Maler Carl Canow (1814–1870).

Zu denen, die in diesen auch von Auswanderung geprägten Jahrzehnten Wismar verließen, gehörten Carl, Mathilde und Auguste Möglin, drei Wismarer Geschwister, die 1859 bzw. 1881 nach Australien auswanderten und mit dem auf den Goldfeldern Victorias gewonnenen Reichtum u.a. eine ethnologische Sammlung zusammentrugen, die sie 1903 ihrer Heimatstadt schenkten. Die so genannte Möglin´sche Sammlung umfasst neben asiatischen Porzellanen, Bronzen und Skulpturen auch australische und neuseeländische Gemälde.

Der Wandel Wismars zur Industriestadt ist untrennbar verknüpft mit dem Fahrzeugbau in den Ende des 19. Jahrhunderts gegründeten Podeus´schen Werken, dem von Rüstungsaufträgen dominierten Flugzeugbau durch den Dornier-Nordkonzern, dessen Zentrale von 1933 bis 145 in Wismar angesiedelt war, sowie dem Schiffbau auf der Mathias-Thesen-Werft, die sich seit 1946 aus einem sowjetischen Reparationsbetrieb zur heutigen Meerestechnik Wismar entwickelte.
Wismars erste Kunstsammlung – das Legat des Franz Briesemann
(bis 11.04.2010)

Herausragende Gemälde des 16. bis 18. Jahrhunderts von italienischen, französischen und niederländischen Meistern sammelte der Rittergutsbesitzer Franz Briesemann. 1891 vermachte der aus Wismar stammende Briesemann seine Sammlung, die er vermutlich in Großbritannien zusammengetragen hatte, testamentarisch seiner Geburtsstadt. Inzwischen gehört die Kollektion zum Bestand des Stadtgeschichtlichen Museums.

Neue Forschungen an der Freien Universität Berlin sowie am Institut national d´histoire de l´art in Paris zu einzelnen Gemälden der Briesemannschen Sammlung brachten in den vergangenen Jahren überraschende Erkenntnisse zu Künstlern und Bildthemen einzelner Werke. Die vom Restaurator des Museums wiederentdeckte Signatur auf einem „Interieur“ von Pieter Verelst, neu aufgefundene Vorbilder wie im Falle des „Hühnerhofs“ nach Melchior D`Hondecoeter oder auch im Falle von „Bacchus und Ariadne“ nach Antoine Coypel erlauben dem heutigen Betrachter ganz neue Zugänge zu den Gemälden der Briesemann´schen Sammlung.

Die Bilder dieser Sammlung sind mehr als ein sinnlicher Augenschmaus. Man kann sich in der Ausstellung im Stadtgeschichtlichen Museum wie ein Detektiv auf die Fährte ihrer Motive und Maler begeben und anhand der Wismarer Sammlung spannende Exkursionen durch die europäische Kunstgeschichte machen.
Historische Spiele auf Straße und Hof
Mitmachausstellung im Museumshof (von Mai bis Oktober, bis 2009)

Straßen, Plätze und Höfe waren in den vergangenen Jahrhunderten nicht nur Verkehrs- und Wirtschaftsfläche, sondern selbstverständlich auch Spielraum. Archäologische Funde aus dem Wismarer Stadtgebiet wie Kreisel, Würfel und Murmeln zeugen davon. Ein Teil der Murmeln, die sich heute im Bestand des Museums befinden, wurden übrigens im Hof des Schabbellhauses bei archäologischen Grabungen gefunden. Im Rathauskeller spielten Erwachsene so leidenschaftlich, dass der Rat Wismars 1325 eine erste Verordnung gegen dieses Spiel mit erheblichen Strafen erließ.
Manches alte Spielzeug erscheint fast zeitlos, wie z. B. Würfel oder Murmeln, anderes ist erst in den letzten Jahrzehnten aus der Mode gekommen. Reifen, Stelzen oder Steckenpferd sind beispielsweise heute kaum noch im Straßenbild zu sehen, da öffentliche Straßen und Plätze heute nur wenige Spielmöglichkeiten bieten. Im Sommer lädt der Museumshof des Schabbellhauses zum Ausprobieren und Spielen ein.

Zur Ausstellung erscheint eine Broschüre, in der auch die archäologischen Spielzeugfunde Wismars vorgestellt werden. Der museumspädagogische Dienst bietet zu dieser Ausstellung nach Vorabsprache Veranstaltungen für Gruppen jeden Alters an.
Engelsuche
20. Dezember 2008 bis 4. Januar 2009

Kein Weihnachtsfest ohne Engel - ob in den Schaufenstern, auf den Weihnachtskarten oder über den Krippen, ob in Stoff, Schokolade oder Stroh.
Auf den Spuren des Bacchus durchs Museum
Bereits 1266 beginnt die offizielle Wein-Geschichte Wismars. In diesem Jahr gibt der mecklenburgische Landesherr Heinrich der Pilger seine Weinstiftung für die Wismarer Kirchen in die Obhut des Wismarer Rats.
Gute Politik. Friedrich Christoph Dahlmann (1785 - 1860)
Was ist eigentlich „gute Politik“? Es gibt kaum eine aktuellere Frage. Auch in der Vergangenheit haben sich kluge Menschen darüber den Kopf zerbrochen.
(13.05.2007 -16.09.2007) 
Ältere Ausstellungen
„und mich – mich ruft das Flügeltier“
Arbeiten des FB Bildende Kunst der Musikschule Wismar
(16.12.2005 – x. 2006)

Flugzeugbau in Wismar - Die norddeutschen Dornierwerke
(29.04.2005 – 04.12.2005)

Carl Canow – von der entschiedenen Neigung zur Malerei
ab 08.10.04

Von Mauern umschlossen – Die Veste Wismar
bis 03.10.04

Die andere Sella Hasse – Gemälde und Aquarelle
15.10.2003 – 28.04.2004

Svensk glaskonst
17.08.2003 - 05.10.2003

„Heut´ schau ich Euch im Schwedenkopf“– eine Schiffsplastik wird Markenzeichen
11.04.2003 - 03.08.2003

Anschlag! Plakate der jüngsten Vergangenheit
31.1.2003 - 30.03.2003

„Herzauge – Arbeiten von Schülern der Musikschule Wismar“

„Stadtansichten Wismars“

„Drunter und drüber- aus dem Modebestand des Stadtgeschichtlichen Museums“

"Koggen, Barken, Luxusliner - Schiffbau in Wismar"
2000

„Die Wismarer Sagenbilder“
2000

"Möglin - von Wismar in die weite Welt"
1998-28.2.1999
© by Stadtgeschichtliches Museum Schabbellhaus Hansestadt Wismar